Freundschaft braucht koa große Worte
Bayerischer Britpop
Über das Lied
Freundschaft braucht koa große Worte
Mit „Freundschaft braucht koa große Worte“ erscheint mein 250. veröffentlichter Song – und diesmal wird es bayerischer Britpop. Der Song verbindet treibenden Uptempo-Rock mit nostalgischen Harmonien, klarer Gitarre, DX7-Piano-Anklängen und einem Gefühl zwischen Jugend, Erinnerung und spätem Verstehen.
Textlich geht es um Freundschaft, alte Zeiten, verpasste Gespräche und die Menschen, die einen durchs Leben tragen. Um Träume, die einmal größer waren als die kleine Welt. Um Nächte, Seen, Schmarrn, Rauch, Billig-Bier und das Gefühl, dass manche Verbindungen nie ganz verschwinden. Auch wenn man sich lange nicht sieht, bleibt da manchmal etwas, das sofort wieder da ist.
Der Song ist kein glatter Rückblick, sondern eher ein ehrliches Innehalten: Wer war wirklich da? Wer bleibt im Herzen? Und was zählt am Ende wirklich? Die Antwort ist schlicht, bayerisch und direkt: Nicht die lautesten Stimmen bleiben übrig, sondern die echten Menschen – die, mit denen Schweigen genauso viel sagen kann wie tausend Worte.
Liedtext zu
Freundschaft braucht koa große Worte
(C) Rainer Wittmann, 2026
Mit Träumen hots o gfangt,
greßa als die gloane Welt.
Lare Daschn voll mit Hoffnung,
und dem Gfühl: „Mir san bereit.“
Zwischen oiden Mauern,
Rauch und Billig-Bier,
ham mir uns vorgstellt,
die ganze Welt gehört uns hier.
Wir war’n laut, vielleicht a deppert,
owa niemals ganz aloa.
Oa Blick hat oft scho glangt,
z’wissen, s’is no lang ned gor.
Und am Ende bleibt ned übrig,
wer am lautesten erzählt.
Sondern die, die nebn dir steh,
wenn sonst gar nix anders zählt.
Die, die wissn, wia ma schweigen kann,
ohne dass’s ausananda bricht.
Freundschaft braucht koa große Worte —
du spürst sie –
oder eben nicht.
Die Wege san dann länger woan,
die Nächte stad scho im April.
Jeder hod dann mit se selber kämpft,
mit dem Leben, meist ganz still.
Man hat se lang scho nimmer g’sehn,
scho gar ned wirklich erklärt.
Und trotzdem war da jedes Mal
des Gfui – des wiederkehrt.
Manchmal denk i no an früher,
an den See und unsern Schmarrn.
An gschbinnadn Geschichten,
die irgendwo im Hirn drin warn.
Und am Ende bleibt ned übrig,
wer am lautesten erzählt.
Sondern die, die nebn dir steh,
wenn sonst gar nix anders zählt.
Die, die wissn, wia ma schweigen kann,
ohne dass’s ausananda bricht.
Freundschaft braucht koa große Worte —
du spürst sie –
oder eben nicht.
Des Lacha hängt no in der Luft,
a wenn die Stühl scho lang verstaum.
Und manche Fragen an die Zeit
bleib’n offen, s’war nie so weit.
I red no manchmal einfach weiter,
wenn d’Kirchglockn zwölfe leit.
Als waradst bloß kurz draußen
und kämst irgendwann wieder nei.
Erst wenn Menschen wirkle fehln,
merkt ma wie schnell die Zeit vergeht.
Und dass trotz all der Jahre ma tief drin
immer no daselbe is.
Vielleicht trifft ma se mal wieder,
irgendwo nach all der Zeit.
Und dann brauchts koa große Worte —
nur a Lächeln, a Kleinigkeit.
Vielleicht wie früher halt a Bier,
Mir san halt immer noch mir.
Und im nächsten Moment, glaub scho,
fangt unsre Welt wieder zum Drehn o.
Denn am Ende bleibt ned übrig,
wer am meisten Worte fand.
Sondern die, die still geblieben san,
zähl sie ab an einer Hand.
Die dich tragen durch die Jahre,
Sie ham des Lachen no im Gsicht.
Perfekt is koana — Gott bewahre.
aber echt —
Vergiss des nicht.
Denn am Ende bleibt ned übrig,
wer am meisten Worte fand.
Sondern die, die still geblieben san,
zähl sie ab an einer Hand.
Die dich tragen durch die Jahre,
Sie ham des Lachen no im Gsicht.
Perfekt is koana — Gott bewahre.
aber echt —
Vergiss des nicht
Und vielleicht is des genau a des,
was zählt im Leben drin.
Ned alles des drumherum.
Sondern am End, dass i
Mensch gwesn bin.