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Klangwolke | Moritaten (2026)

Sieben Leichen unter sieben Eichen

Düstere Moritat zwischen Jazz, Chicago Blues und schrägem Cabaret.

Sieben Leichen unter sieben Eichen
Sieben Leichen unter sieben Eichen
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Über das Lied
Sieben Leichen unter sieben Eichen

„Sieben Leichen unter sieben Eichen“ erzählt die Geschichte eines verlassenen Hauses hinter sieben Hügeln – ein Ort, an dem längst niemand mehr lebt und doch noch vieles zu spüren ist. Die musikalische Grundlage ist eine ungewöhnliche Mischung aus Jazz-Moritat, akustischem Chicago Blues und einer dunklen Cabaret-Ästhetik. Getragen wird das Ganze von einem tiefen, rauchigen Bariton-Saxophon, das sich wie ein Schatten durch den Song zieht. Ergänzt wird die Klangwelt durch orchestrale Flächen, die dem Stück eine fast filmische Tiefe verleihen. Der Erzähler wirkt dabei wie ein leicht beschwipster Chronist – irgendwo zwischen Beobachter, Beteiligtem und vielleicht sogar Teil der Geschichte selbst. Seine Worte zeichnen Bilder von Verfall, Vergessen und einer Vergangenheit, die sich nicht ganz auflösen will. Zwischen morbider Stimmung und subtiler Ironie entsteht ein Spannungsfeld, das den Song besonders macht: düster, aber nie schwer – unheimlich, aber mit einem Augenzwinkern. „Sieben Leichen unter sieben Eichen“ ist kein klassischer Song, sondern eher eine kleine Szene, ein Hörbild – ein Stück, das man nicht nur hört, sondern erlebt.

Liedtext zu
Sieben Leichen unter sieben Eichen

(c) Rainer Wittmann, 2026

Dü dü, dü dü, dü düdeldü.
Dü dü, dü dü, dü düdeldö.
Dü dum di dum, di dummeldo.
… Oho!

Hinter sieben Hügeln steht ein Haus
Die Fenster alle schwarz, oh was ein Graus
Fast sieben Meter hoch das Gras
Und unten rum ist alles nass.

Kein Weg zur Tür, die Schranken dicht.
Schon lang ist’s her, da Licht in Sicht.
Es stinkt nach mehr als sieben Leichen.
Und müde beugen sich herum gleich sieben Eichen.

Hier war schon lang niemand mehr da.
Ganz sicher schon seit sieben Jahr.
Es können auch schon ein paar mehr sein.
Aller Ding – kommt niemand mehr hinein –
… was ein Schwein

Einst lebten dort auch Menschen.
Mit Kindern, Tieren, geplagt von Krämpfen
Sie aßen Wurzeln und das Kriechgetier
erlagen gar dem Alkoholdelir

Sie starben einsam unter Bäumen
und fingen irgendwann an zu schäumen
Nun sind sie fort und wohl vergessen
Die Erde hat sie – aufgefressen!

Hier war schon lang niemand mehr da.
Ganz sicher schon seit sieben Jahr.
Es können auch schon ein paar mehr sein.
Aller Ding – hier kommt keiner mehr hinein –
… was ein Schwein

Dü dü, dü dü, dü düdeldü.
Dü dü, dü dü, dü düdeldö.

Hier war schon lang niemand mehr da.
Ganz sicher auch in vierzehn Jahr.
Und wer nun denkt, ich spinne.
Kann sein – doch hab ich mehr als sieben Sinne.

Dü dü, dü dü, dü düdeldü.
Dü dü, dü dü, dü düdeldö.
Dü dum di dum, di dummeldo.
… Oho!

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