Scheiß auf Camping
Über das Lied
Scheiß auf Camping
Jeder kennt es. Das Zelt ist neu, die Anleitung fehlt, und der Testaufbau im Wohnzimmer endet mit einem Loch im Parkett. Man fährt trotzdem los, findet keinen ebenen Platz, die Heringe fliegen, die Stangen knicken, und spätestens beim Abspannen im Regen steht die Beziehung auf der Kippe.
Liedtext zu
Scheiß auf Camping
(C) Rainer Wittmann, 2026
[INTRO]
Pack die Stangen, such die Schnur,
wo ist schon wieder diese Spur?
Zelt ist neu, Anleitung fehlt –
perfekt, ich hab mich selbst gewählt!
[SHORT GUITAR SOLO]
[VERSE 1]
„Testaufbau im Garten“ – ah ja?
steh ich jetzt hier wie ein Narr.
Fünfzig Teile, null System,
und das Ding steht irgendwie schräg im Lehm.
„Windabgewandt“, „nicht in ’ner Mulde“ –
ich steh im Matsch, danke für’s Gespräch.
Heringe im 45 Grad,
mein Rücken sagt: „Das war’s, Kamerad.“
[PRE-CHORUS]
Zu zweit geht alles besser – ja toll,
nur blöd, wenn keiner helfen wollt.
[CHORUS]
Scheiß auf Camping, wir bleiben zu Haus!
Mit Sofa, Dusche, Licht und Applaus.
Kein Regen im Schlafsack, kein Stein im Kreuz,
kein „Wo ist der Eingang?“ nachts um halb eins.
Scheiß auf Camping, ich hab genug,
von Wind, von Mücken, von diesem Fluch.
Ich schwör bei Gott, ich pack nie mehr aus –
Scheiß auf Camping, wir bleiben zu Haus!
[VERSE 2]
„Nicht unter Bäumen!“ – danke sehr,
der Ast fiel runter, ich weiß jetzt mehr.
Harz auf’m Zelt, Loch im Dach,
die Natur lacht sich kaputt – und ich gleich nach.
„Abspannen für ruhige Nacht“ –
hat bei Sturm echt nix gebracht.
Das Ding flattert wie ’ne Fahne im Wind,
und ich drin liegend denk: „Warum bin ich so blind?“
[PRE-CHORUS]
Reißverschluss zu, alles dicht –
außer da… und da… und da… oh Mist.
[CHORUS]
Scheiß auf Camping, wir bleiben zu Haus!
Mit Kaffee, WLAN und Netflix-Schmaus.
Kein Bienenstock neben dem Schlafplatz hier,
kein „Was war das Geräusch?“ um vier.
Scheiß auf Camping, ich hab genug,
von nassem Klopapier und Gestängebetrug.
Ich schwör bei Gott, ich pack nie mehr aus –
Scheiß auf Camping, wir bleiben zu Haus!
[BRIDGE]
Innenzelt, Außenzelt, alles ein Traum –
bis morgens um drei alles zusammenfällt… BOOM.
Ich lieg im Gras, der Himmel lacht,
hab mir das alles selbst gemacht.
[BREAK – gesprochen]
„Voilà! Dein Zelt ist fertig aufgebaut…“
Ja genau. Und ich bin komplett durch.
[GUITAR SOLO]
[FINAL CHORUS]
Scheiß auf Camping, wir bleiben zu Haus!
Mit Bett und Decke – und ohne Applaus.
Kein Hering, kein Seil, kein „zieh nochmal nach“,
kein „Wo ist die Stange?“ – ich lach mich schlapp.
Scheiß auf Camping, das war’s für mich,
Natur ist schön… aber ohne mich.
Ich schwör bei Gott, ich bleib jetzt drin –
mit Pizza, Bier und Dach überm Kinn!
[OUTRO]
Zelt bleibt im Keller – für immer verstaut…
und wer mich fragt:
Ich hab’s nie aufgebaut.