Der alte Mann (LIVE)
Traurige Geschichte als Pop-Rock-Song
Über das Lied
Der alte Mann (LIVE)
Nicht jeder dramatische Song muss schwer im Magen liegen. Manchmal liegt in einem Abschied auch etwas Ruhiges. Etwas Ehrliches. Das Leben geht zu Ende – so wie es jeden Tag irgendwo geschieht. Und vielleicht liegt genau darin auch ein Stück Frieden. Und genau deshalb klingt dieser Song nicht leise. Er trägt. Er bewegt sich. Weil ein Leben nicht in Stille verschwindet – sondern in dem, was es einmal war. Der Song selbst erzählt von einem alten Mann, der auf sein Leben zurückblickt – auf Liebe, Familie und all das, was einmal wichtig war. Zwischen Einsamkeit und Erinnerung entsteht ein stiller Moment der Erkenntnis. Und am Ende bleibt nicht nur der Abschied, sondern auch die leise Hoffnung, dass alles, was war, weiterträgt.
Liedtext zu
Der alte Mann (LIVE)
(C) Rainer Wittmann, 2026
Der alte Mann dort an der Straße.
Die Last des Lebens macht ihn krumm.
Er kann nicht mehr gerade stehen,
geschweige denn aufrecht noch gehen.
Dreht sich nur mühsam einmal um.
Sein Weg war lang und meistens hart.
So zart er auch als Junge war.
Heut zählt er achtzig Jahre schon
und fragt sich still: wohin die Zeit?
Ist es denn nun bald so weit?
Die Kinder sind längst fort von hier.
Verschwunden an ’nen and’ren Ort.
Er zog sie groß mit Lieb‘ und Müh‘.
Sie gingen weg – viel zu früh.
Zu weit von ihm. Er schwieg zu lang.
Was ihm noch blieb, es steht vor ihm
Ein Stuhl, ein Tisch, der Brotkorb drauf.
Sitzt ganz allein auf seiner Bank.
Und diese Stille macht ihn krank.
Der alte Mann ist einsam.
Niemand kümmert sich um ihn.
Sein Leben, seine Kraft,
gab er aus Leidenschaft.
Den Kindern, seiner Frau.
Heut‘ ist der Himmel grau.
Er weiß, es ist jetzt bald soweit.
Fühlt sein Herz, das in ihm schreit.
Es kommt der Tag, da geht er heim –
heimwärts in Gottes Reiche.
Er wünscht es sich seit Jahr und Tag:
zu ruhn im Garten unter seiner Eiche.
Seine Frau liegt auch schon dort.
Er lächelt still – sie wartet sicher.
Und irgendwann, wenn es so weit,
dann wird es leichter, wird es lichter.
Der alte Mann ist einsam.
Niemand kümmert sich um ihn.
Sein Leben, seine Kraft,
gab er aus Leidenschaft.
Den Kindern, seiner Frau.
Heut‘ ist der Himmel grau.
Er weiß, es ist jetzt bald soweit.
Fühlt sein Herz, das in ihm schreit.