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Ich will noch einmal: Dinge, die man sicherlich niemals machen wird

Welche Dinge würde ein Mensch vermutlich niemals tun? Also wirklich niemals. Keine normalen Wünsche. Kein "noch einmal ans Meer fahren". Sondern kompletter poetischer Wahnsinn.

Ich will noch einmal: Dinge, die man sicherlich niemals machen wird
Format Labor-Beitrag vom 21.05.2026 von Rainer Wittmann
Bereich Labor / WirrWarr

Manchmal entstehen Songs aus großen Gefühlen.
Und manchmal entstehen sie aus komplettem Unsinn.

In diesem Fall begann alles mit der Frage: Welche Dinge würde ein Mensch vermutlich niemals tun? Also wirklich niemals. Keine normalen Wünsche. Kein „noch einmal ans Meer fahren“. Sondern kompletter poetischer Wahnsinn.

Plötzlich standen solche Zeilen im Raum:

  • den Regen trocken föhnen
  • mit Bienen Karten spielen
  • die Nordsee trocken legen
  • den Himmel tiefer hängen
  • die Nacht in Dosen drängen
  • die Sterne umsortieren
  • den Sonnenuntergang reparieren
  • mit kaputten Uhren wetten
  • Montag mit Dienstag übermalen
  • den Horizont zusammenfalten
  • den Wind in Konservendosen sammeln
  • mit Ampeln Verstecken spielen
  • den Donner rückwärts pfeifen hören
  • den Nebel an die Leine nehmen
  • mit Rolltreppen bergauf schwimmen
  • den Morgen in Gläser abfüllen
  • den Sommer im Aquarium halten
  • die Wolken falsch einsortieren
  • dem Echo einen Pullover stricken
  • mit Fahrstühlen aufs Meer hinausfahren
  • den Asphalt barfuß trösten
  • die Schwerkraft beleidigen
  • den Schlaf aus Fenstern schütteln
  • mit Blitzen Suppe kochen

Und genau dort passierte etwas Merkwürdiges:
Je absurder die Bilder wurden, desto mehr bekam der Song plötzlich eine echte Seele.

Denn hinter all diesen unmöglichen Dingen steckt eigentlich nur ein einziger Gedanke: Noch nicht fertig sein. Noch einmal irgendetwas fühlen wollen. Noch einmal leben wollen, bevor irgendwann alles still wird.

Musikalisch entwickelte sich daraus eine Mischung, die vermutlich nur unter leichtem Fieber entstehen kann: eine als Moritat getarnte Ska-Punk-Polka mit Cabaret-Energie, Polka-Wahnsinn, nervösen Bläsern und surrealen Bildern zwischen Jahrmarkt, Straßenpoesie und kontrolliertem Realitätsverlust.

Und vielleicht zeigt genau das auch, wie Kreativität manchmal funktioniert:
Nicht durch perfekte Planung. Sondern dadurch, dass man sich erlaubt, völlig sinnlosen Gedanken einfach hinterherzulaufen.

Der fertige Song: Ich will noch einmal

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