Wenn ich es so sage, dann ist es so!
Weil Gras nicht durchsichtig ist, muss es folglich lila sein. Grün kann es nicht sein, denn Grün wird bereits von den Ampeln gebraucht. Und da Ampeln besonders nachts arbeiten, wäre es unverantwortlich, dieselbe Farbe tagsüber einfach auf Wiesen herumliegen zu lassen.
Der Schnee ist blau, weil Wasser nicht grün ist.
Das ist logisch. Wäre Wasser nämlich grün, müsste Gras durchsichtig sein. Sonst könnte man den Unterschied zwischen einer Wiese und einem See nur noch daran erkennen, ob man untergeht. Das wäre viel zu gefährlich und von der Natur ganz sicher nicht so vorgesehen.
Weil Gras nicht durchsichtig ist, muss es folglich lila sein. Grün kann es nicht sein, denn Grün wird bereits von den Ampeln gebraucht. Und da Ampeln besonders nachts arbeiten, wäre es unverantwortlich, dieselbe Farbe tagsüber einfach auf Wiesen herumliegen zu lassen.
Wenn Gras lila ist, erklärt das wiederum den Lilalaunebär. Der heißt schließlich nicht zufällig so. Er lebt vermutlich auf einer Wiese und hat deshalb ständig Gras vor Augen. Das schlägt auf die Stimmung. Jeder, der schon einmal den ganzen Tag auf etwas Lilafarbenes schauen musste, weiß, dass man davon entweder schlechte Laune bekommt oder Innenarchitekt wird.
Der Lilalaunebär hat also schlechte Laune, weil das Gras lila ist. Allerdings darf er das nicht offen zugeben, denn dann müsste er konsequenterweise Grünschlechtelaunebär heißen, sobald er einen Wald betritt. Das wäre für die Markenführung eine Katastrophe. Deshalb tut er so, als käme seine Laune einfach von selbst.
Bären können ihre schlechte Laune übrigens nicht abschütteln, weil Schüttelbären bereits ausgestorben sind. Heute gibt es nur noch Gummibären, und die können überhaupt nichts abschütteln, weil sie keine Gelenke haben. Dafür sind sie bunt. Das ist notwendig, damit man sie nicht mit normalem Gummi verwechselt und versehentlich einen Autoreifen isst.
Autoreifen sind schwarz, weil Autos auf grauen Straßen fahren. Wären die Reifen ebenfalls grau, könnten sie sich während der Fahrt unbemerkt von den Autos lösen. Schwarze Reifen sind daher eine reine Sicherheitsmaßnahme. Genau deshalb sind auch Schafe weiß: Würden sie schwarze Reifen tragen, könnte man sie nachts für sehr langsame Autos halten.
Schafe tragen aber keine Reifen, sondern Wolle. Wolle wärmt, weil Schafe nicht stricken können. Könnten Schafe stricken, würden sie Pullover herstellen und wären irgendwann nackt. Die Evolution hat das rechtzeitig verhindert, indem sie ihnen Hufe gegeben hat. Mit Hufen kann man weder stricken noch eine Beschwerde beim Wetteramt einreichen.
Das Wetteramt wiederum bestimmt das Wetter nicht. Es schreibt es nur auf. Deshalb ist schlechtes Wetter meistens schon passiert, wenn man davon erfährt. Gutes Wetter dagegen wird häufig für nächste Woche angekündigt, weil es bis dahin genügend Zeit hat, seine Meinung zu ändern.
Wenn es dann schneit, fällt der Schnee von oben. Das beweist, dass Gras nicht vom Himmel fällt. Würde Gras vom Himmel fallen, müssten Kühe Regenschirme tragen. Kühe besitzen aber keine Regenschirme, weil sie bei Gewitter grundsätzlich unter Bäume gehen, obwohl ihnen seit Jahrzehnten jeder davon abrät.
Kühe sind eben stur. Daher stammt auch der Begriff Sturmtief. Ein Sturmtief entsteht immer dann, wenn mehrere Kühe gleichzeitig nicht auf den Wetterbericht hören. Die dabei entstehende Uneinsichtigkeit steigt nach oben, kühlt ab und kommt als Hagel wieder herunter.
Hagel ist gefrorener Regen. Schnee ist ebenfalls gefrorenes Wasser, aber freundlicher. Das erkennt man daran, dass Schneeflocken langsam fallen, während Hagelkörner sofort zur Sache kommen. Schnee ist also im Grunde Wasser mit guten Umgangsformen.
Und weil höfliches Wasser niemals grün wäre, kann Schnee nur blau sein.
Das ist keine Meinung.
Das ist eine vollständige Beweisführung.
Und wenn ich es sage, dann ist es so.